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Auf dem Treppchen angekommen

Gute Dressurpferde sind rar. Entweder passt die Grundqualität nicht, oder sie sind nicht gesund, oder ihr Nervenkostüm passt nicht zum feinen Reitsport - mal zu globig, mal zu nervös. Raver zählt zu den Pferden, die trotz ihrer Größe von 180cm Stockmaß und ihres Hengsttyps sehr feinfühlig sind. Verschmust und relaxt im Umgang, aber äußerst aufmerksam unter dem Reiter. Manchmal auch zu aufmerksam, gerade der Umwelt gegenüber. Schön dekorierte Turnierplätze mit wehenden Fahnen, üppigem Pflanzenschmuck oder Fotografen mit riesigen Objektiven können ihm da schon mal die Gelassenheit rauben, was sich in einem verhaltenen Schritt bemerkbar macht.

Da ist guter Rat teuer, wenn auch einfach: Training, Training, Training - und zwar immer wieder in der Umgebung, an die das Pferd sich gewöhnen soll. 

 

Dass sich dies bezahlt macht, sieht man am Ende der ersten Turniersaison von Raver, auf dem Dressurturnier in Euskirchen-Oberwichterich. Tolle Anlage, professionelle Aufmachung, hochkarätige Reiter und Prüfungen. Raver ritt wehenden Schweifes auf den zweiten Platz in der A** Dressur und belohnte Marlene mit einer silbernen Schleife. Hier das Video.